Gut Kerkow
- Fabian Pruns -
Steckbrief
| Name des Betriebes | Gut Kerkow |
| Name Landwirt:in | Fabian Pruns |
| Betriebsgründung und Verbandszugehörigkeit | Naturland |
| Betriebsgröße | Insgesamt 1.000 Hektar, davon 750 Hektar Ackerland, 250 Hektar Grünland |
| Gehaltene Tierarten |
450 Black Angus Rinder 350 Weidegänse ca. 30 Schweine im "Ankomm-Stall" zur Eingewöhnung vor der Schlachtung Hofkatze Püppi |
| Aufzucht/ Haltung |
Geburt der Rinder auf der Weide nach dem Absetzen mit ca. 8 bis 9 Monaten Umzug in den Tiefstreulaufstall Gänsehaltung auf der Weide, nachts Unterbringung im fuchssicheren Stall auf Stroh Unterbringung der Schweine für mind. 3 Wochen vor der Schlachtung im Tiefstreulaufstall |
| Fütterung Sommer |
Kälber trinken bei den Müttern Ganzjährige Weidehaltung der Mutterkühe Masttiere bekommen frisch gemähtes Luzerne-Gras und Grassilage Weidehaltung der Gänse, bedarfsgerechte Ergänzung mit Eiweiß- und Mineralfutter Schweine Stroh, gemähte Luzerne, Reste aus dem Hofladen |
| Fütterung Winter |
Kälber trinken bei den Müttern Mutterkühe Heu Masttiere v.a. Grassilage, wenig Maissilage Schweine Stroh, Heu, Reste aus dem Hofladen |
| Sonst. landwirtschaftliche Produkte |
Druschfrüchte aus dem Ackerbau (Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer, Lupine, Mais, Sonnenblume) |
| Besonderheiten des Betriebes |
eigene Schlachtung und Verarbeitung Flächen liegen teilweise im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin |
Beschreibung
Gut Kerkow ist ein landwirtschaftlicher Betrieb in der Uckermark, nahe Angermünde. Nur einen Steinwurf vom Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin sowie dem Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle entfernt. Perfekt eingebettet in das größte zusammenhängende Ökolandbaugebiet Europas, denn auch die Bio Betriebe Gut Temmen und Brodowin liegen nicht weit entfernt. Gemeinsam mit vielen tollen Bio-Betrieben entwickeln wir die Region zu einer echten Oase für Ökolandbau.
Insgesamt werden von Gut Kerkow 1.000 Hektar (ha) Land bewirtschaftet. Aufgeteilt auf 750 ha Acker und 250 ha Grünland. Neben unserer Rinderherde kümmert sich unser landwirtschaftliches Team um Landwirt Fabian um den Anbau verschiedene Ackerkulturen. Darunter Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer und Futtergerste. Außerdem noch Weiße Lupine, Öllein, Sonnenblume und Braugerste.
Insgesamt leben auf Gut Kerkow 450 ökologische Rinder der Rasse Black Angus. Auf unseren Sommerwiesen wachsen außerdem jedes Jahr ca. 350 Gössel zu Weidegänse heran. Die 180 Mutterkühe stehen dabei ganzjährig draußen. Auf einem ca. 120 ha großen Areal, das gegen den Wolf fest mit einem Zaun aus 5-facher Litze eingezäunt ist. Dabei sind die Tiere auf zwei Mutterkuhherden aufgeteilt. Das hat etwas mit den zwei saisonalen Abkalbezeiten zu tun. Die eine Hälfte kalbt im Frühjahr, die andere im Herbst. In dieser Zeit bedarf es einer erhöhten Aufmerksamkeit, um die gebärenden Tiere im Bedarfsfall bei der Geburt zu unterstützen. Die restliche Zeit im Jahr werden die Mutterkühe zwar täglich auf ihr Wohlbefinden kontrolliert, aber sonst weitestgehend in Ruhe gelassen. Die Tiere, die zur Vegetationszeit im Stall stehen, bekommen unser Grünfutter, das täglich frisch gemäht wird.
Betäubung, Schlachtung und Verarbeitung geschehen unweit der Stallungen, sodass die Tiere den Betäubungsbereich aus der Entfernung bereits kennen und ihren letzten Gang möglichst stressfrei absolvieren. Aktuell werden auf Gut Kerkow pro Woche rund sieben Bio Rinder und 16 Bio Schweine mit viel Respekt und Ruhe geschlachtet.
Tiere
Auf Gut Kerkow sind unsere Black Angus Rinder (schottische Rinderrasse: Aberdeen Angus) beheimatet. Das hochwertige Fleisch der Tiere zeichnet sich durch eine intensive und gleichmäßige Marmorierung bei gleichzeitigem Vorhandensein eines kräftigen Rindfleischaromas aus. Nicht umsonst findet die Rasse inzwischen weltweite Verbreitung und ist aus den Regalen des Premium Fleischsortiments nicht mehr wegzudenken. Die kleinrahmigen Fleischrinder zeichnen sich durch ihre Gutmütigkeit sowie Robustheit aus, sodass sie optimal für die ganzjährige Weidehaltung geeignet sind. Die 180 Mutterkühe leben gemeinsam mit ihren Kälbern aufgeteilt auf zwei Herden das ganze Jahr über auf den weitläufigen Weiden von Gut Kerkow.
Nachdem die Kälber ca. acht bis neun Monate mit ihren Müttern draußen auf der Weide gelebt haben, werden sie abgesetzt und ziehen in den Offenstall um. Einem Tiefstreulaufstall, der mit reichlich Stroh und viel Bewegungsfreiheit auftrumpfen kann. Auf Gut Kerkow werden sowohl die männlichen Bullen als auch die weiblichen Färsen gemästet. Im Maststall werden die Jungtiere im Sommer mit frischem Luzerne-Gras und Grassilage gefüttert. Das Luzerne-Gras wird frisch auf den umliegenden Flächen geerntet und den Tieren im Stall auf dem Futtertisch serviert. Im Winter gibt es sowohl Gras- als auch Maissilage. Angereichert wird das Grundfutter mit ökozertifiziertem Mineralfutter aus Salz. Klassisches Kraftfutter bekommen die Bio Rinder auf Gut Kerkow hingegen nicht. Nur das sogenannte Ausputzgetreide wird den Tieren bei Vorhandensein mit in die Ration gemischt. Allerdings ist das so verschwindend gering, dass die Menge im Grunde vernachlässigbar ist. Ausputzgetreide ist übrigens das Getreide, das in der Getreidereinigung vom Back- und Brotgetreide aussortiert wurde, wenn Körner zu klein oder beschädigt sind.
Im Frühjahr 2024 sind erstmals Gössel, also Gänseküken, auf Gut Kerkow eingezogen. Sie stammen aus der Bio Brüterei der Familie Kucka in Sachsen und werden bei uns als Weidegänse in der sogenannten Langmast aufgezogen. Denn die Tiere aus der ersten reinen Bioland-Brüterei Deutschlands sind besonders robust und von gesundem Wuchs, sodass sie optimal für die langsame Aufzucht unter freiem Himmel geeignet sind. Die Freilandgänse ernähren sich überwiegend vom natürlichen Weideaufwuchs, der durch Eiweiß- und Mineralfutter ergänzt wird.
Anders als die Rinder leben die Schweine nur temporär auf dem Hof. Sie stammen von umgebenden ökologischen Nachbarbetrieben, die die Tiere hier schlachten und verarbeiten lassen wollen. Nach ihrer Ankunft stehen auch sie in einem Tiefstreulaufstall mit Stroh und einem Laufhof im Außenbereich. Hier können sie sich zwei bis drei Wochen an ihre neue Umgebung gewöhnen. Das ist nicht nur gut für das Stresslevel der Tiere, sondern auch für die Fleischqualität. Denn nur, wenn die Tiere vor dem Schlachten ruhig und unaufgeregt sind, kann Bio Fleisch in Spitzenqualität erzeugt werden.
| Name des Betriebes | Gut Kerkow |
| Name Landwirt:in | Fabian Pruns |
| Betriebsgründung und Verbandszugehörigkeit | Naturland |
| Betriebsgröße | Insgesamt 1.000 Hektar, davon 750 Hektar Ackerland, 250 Hektar Grünland |
| Gehaltene Tierarten |
450 Black Angus Rinder 350 Weidegänse ca. 30 Schweine im "Ankomm-Stall" zur Eingewöhnung vor der Schlachtung Hofkatze Püppi |
| Aufzucht/ Haltung |
Geburt der Rinder auf der Weide nach dem Absetzen mit ca. 8 bis 9 Monaten Umzug in den Tiefstreulaufstall Gänsehaltung auf der Weide, nachts Unterbringung im fuchssicheren Stall auf Stroh Unterbringung der Schweine für mind. 3 Wochen vor der Schlachtung im Tiefstreulaufstall |
| Fütterung Sommer |
Kälber trinken bei den Müttern Ganzjährige Weidehaltung der Mutterkühe Masttiere bekommen frisch gemähtes Luzerne-Gras und Grassilage Weidehaltung der Gänse, bedarfsgerechte Ergänzung mit Eiweiß- und Mineralfutter Schweine Stroh, gemähte Luzerne, Reste aus dem Hofladen |
| Fütterung Winter |
Kälber trinken bei den Müttern Mutterkühe Heu Masttiere v.a. Grassilage, wenig Maissilage Schweine Stroh, Heu, Reste aus dem Hofladen |
| Sonst. landwirtschaftliche Produkte |
Druschfrüchte aus dem Ackerbau (Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer, Lupine, Mais, Sonnenblume) |
| Besonderheiten des Betriebes |
eigene Schlachtung und Verarbeitung Flächen liegen teilweise im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin |
Gut Kerkow ist ein landwirtschaftlicher Betrieb in der Uckermark, nahe Angermünde. Nur einen Steinwurf vom Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin sowie dem Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle entfernt. Perfekt eingebettet in das größte zusammenhängende Ökolandbaugebiet Europas, denn auch die Bio Betriebe Gut Temmen und Brodowin liegen nicht weit entfernt. Gemeinsam mit vielen tollen Bio-Betrieben entwickeln wir die Region zu einer echten Oase für Ökolandbau.
Insgesamt werden von Gut Kerkow 1.000 Hektar (ha) Land bewirtschaftet. Aufgeteilt auf 750 ha Acker und 250 ha Grünland. Neben unserer Rinderherde kümmert sich unser landwirtschaftliches Team um Landwirt Fabian um den Anbau verschiedene Ackerkulturen. Darunter Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer und Futtergerste. Außerdem noch Weiße Lupine, Öllein, Sonnenblume und Braugerste.
Insgesamt leben auf Gut Kerkow 450 ökologische Rinder der Rasse Black Angus. Auf unseren Sommerwiesen wachsen außerdem jedes Jahr ca. 350 Gössel zu Weidegänse heran. Die 180 Mutterkühe stehen dabei ganzjährig draußen. Auf einem ca. 120 ha großen Areal, das gegen den Wolf fest mit einem Zaun aus 5-facher Litze eingezäunt ist. Dabei sind die Tiere auf zwei Mutterkuhherden aufgeteilt. Das hat etwas mit den zwei saisonalen Abkalbezeiten zu tun. Die eine Hälfte kalbt im Frühjahr, die andere im Herbst. In dieser Zeit bedarf es einer erhöhten Aufmerksamkeit, um die gebärenden Tiere im Bedarfsfall bei der Geburt zu unterstützen. Die restliche Zeit im Jahr werden die Mutterkühe zwar täglich auf ihr Wohlbefinden kontrolliert, aber sonst weitestgehend in Ruhe gelassen. Die Tiere, die zur Vegetationszeit im Stall stehen, bekommen unser Grünfutter, das täglich frisch gemäht wird.
Betäubung, Schlachtung und Verarbeitung geschehen unweit der Stallungen, sodass die Tiere den Betäubungsbereich aus der Entfernung bereits kennen und ihren letzten Gang möglichst stressfrei absolvieren. Aktuell werden auf Gut Kerkow pro Woche rund sieben Bio Rinder und 16 Bio Schweine mit viel Respekt und Ruhe geschlachtet.
Auf Gut Kerkow sind unsere Black Angus Rinder (schottische Rinderrasse: Aberdeen Angus) beheimatet. Das hochwertige Fleisch der Tiere zeichnet sich durch eine intensive und gleichmäßige Marmorierung bei gleichzeitigem Vorhandensein eines kräftigen Rindfleischaromas aus. Nicht umsonst findet die Rasse inzwischen weltweite Verbreitung und ist aus den Regalen des Premium Fleischsortiments nicht mehr wegzudenken. Die kleinrahmigen Fleischrinder zeichnen sich durch ihre Gutmütigkeit sowie Robustheit aus, sodass sie optimal für die ganzjährige Weidehaltung geeignet sind. Die 180 Mutterkühe leben gemeinsam mit ihren Kälbern aufgeteilt auf zwei Herden das ganze Jahr über auf den weitläufigen Weiden von Gut Kerkow.
Nachdem die Kälber ca. acht bis neun Monate mit ihren Müttern draußen auf der Weide gelebt haben, werden sie abgesetzt und ziehen in den Offenstall um. Einem Tiefstreulaufstall, der mit reichlich Stroh und viel Bewegungsfreiheit auftrumpfen kann. Auf Gut Kerkow werden sowohl die männlichen Bullen als auch die weiblichen Färsen gemästet. Im Maststall werden die Jungtiere im Sommer mit frischem Luzerne-Gras und Grassilage gefüttert. Das Luzerne-Gras wird frisch auf den umliegenden Flächen geerntet und den Tieren im Stall auf dem Futtertisch serviert. Im Winter gibt es sowohl Gras- als auch Maissilage. Angereichert wird das Grundfutter mit ökozertifiziertem Mineralfutter aus Salz. Klassisches Kraftfutter bekommen die Bio Rinder auf Gut Kerkow hingegen nicht. Nur das sogenannte Ausputzgetreide wird den Tieren bei Vorhandensein mit in die Ration gemischt. Allerdings ist das so verschwindend gering, dass die Menge im Grunde vernachlässigbar ist. Ausputzgetreide ist übrigens das Getreide, das in der Getreidereinigung vom Back- und Brotgetreide aussortiert wurde, wenn Körner zu klein oder beschädigt sind.
Im Frühjahr 2024 sind erstmals Gössel, also Gänseküken, auf Gut Kerkow eingezogen. Sie stammen aus der Bio Brüterei der Familie Kucka in Sachsen und werden bei uns als Weidegänse in der sogenannten Langmast aufgezogen. Denn die Tiere aus der ersten reinen Bioland-Brüterei Deutschlands sind besonders robust und von gesundem Wuchs, sodass sie optimal für die langsame Aufzucht unter freiem Himmel geeignet sind. Die Freilandgänse ernähren sich überwiegend vom natürlichen Weideaufwuchs, der durch Eiweiß- und Mineralfutter ergänzt wird.
Anders als die Rinder leben die Schweine nur temporär auf dem Hof. Sie stammen von umgebenden ökologischen Nachbarbetrieben, die die Tiere hier schlachten und verarbeiten lassen wollen. Nach ihrer Ankunft stehen auch sie in einem Tiefstreulaufstall mit Stroh und einem Laufhof im Außenbereich. Hier können sie sich zwei bis drei Wochen an ihre neue Umgebung gewöhnen. Das ist nicht nur gut für das Stresslevel der Tiere, sondern auch für die Fleischqualität. Denn nur, wenn die Tiere vor dem Schlachten ruhig und unaufgeregt sind, kann Bio Fleisch in Spitzenqualität erzeugt werden.






